Kategorie: Schiedsrichter

HSG Fuldatal Wolfsanger- HSG-Hofgeismar/Grebenstein

Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen.

Nach einem desolaten Hinspiel wollte die SHG im Rückspiel gegen die HSG Fuldatal Wolfsanger einiges wieder gut machen. Doch die Anfangsphase lief nicht so wie die SHG sich das vorgestellt hat. So lag man nach 11 Spielminuten erneut deutlich mit 6 Treffern hinten.

Von da an konnte man der HSG auf Augenhöhe begegnen. Durch eine stabile Deckung und ein kontrolliertes Angriffsspiel konnte die SHG den 6 Tore Rückstand bis zur 25 Spielminute halten, bevor die HSG durch ihr schnelles Tempogegenstoßspiel bis zur Halbzeit vorentscheidend auf 19:10 davon zog.

Doch um eine erneute Blamage zu verhindern nahmen sich die Spieler der SHG noch einmal zusammen und konnten nach der Halbzeit 3 Treffer in Folge erzielen und die 6 Treffer Rückstand aus der 11 Spielminute wieder herstellen. Ab dem Zeitpunkt wurde die HSG nervös. Kristap Svank konnte das Spiel über die Mitte gut koordinieren und so kämpfte sich die SHG in der 46 Spielminute bis auf 4 Tore heran.

Ab diesem Zeitpunkt glitt der SHG das spiel erneut aus der Hand, was von der schnellen HSG gnadenlos bestraft wurde. So stand nach abpfiff ein ernüchterndes 34:25 auf der Anzeigetafel.
In Ansätzen hat man in diesem Spiel das Potential der SHG gesehen, auch mit einer Spitzenmannschaft der Landesliga mitzuhalten.

Besonders erfreulich war, das Philip Schröer nach langer Zeit mit 7 Treffern im Angriff glänzen konnte.

Schröer (7/2), Köbke (5), Svank (4), Ockel (3), Schildknecht (2), Schröder (2), Gemmecker (1), Pforr (1)

Steckbrief Schiedsrichter – Eric Schubert

Name? – Eric Schubert

Seit wann pfeifst du schon? – seit 2015 

Warum bist du Schiedsrichter geworden? – Die Motivation lag vorerst darin, das Spiel aus der Perspektive des Schiedsrichters kennen zu lernen.  Ich sehe viele Szenen und Entscheidungen im Spiel jetzt aus einem ganz anderen Blickwinkel. Mittlerweile würde ich sagen es ist ein Teil meines Hobbys, welches mich persönlich über die Jahre geformt hat.

Welche Spielklasse pfeifst du? – Zusammen mit meinem Gespannspartner Leon Schulz pfeife ich im HHV -Landesliga – Leistungskader, mit dem Bestreben in höhere Spielklassen aufzusteigen.

Was war dein Highlight als Schiedsrichter? – Auf das ganz große Highlight warte ich tatsächlich noch. Ein gutes Feedback nach einem gepfiffenen Spiel, ist aber auch jedes Mal ein Highlight. Ich hoffe das Highlight lässt nicht all so lang auf sich Warten!

Hast du ein Vorbild? – Ein Vorbild was das Pfeifen betrifft habe ich nicht. Grundsätzlich mache ich meine eigenen Erfahrungen und werde noch viele machen. Jedoch tausche ich gerne meine Erfahrungen mit Spielern und anderen Schiedsrichtern aus und greife gerne auf Erfahrungen von anderen Gespannen zurück. 

Was denkst du, kann man gegen den Schiedsrichtermangel machen? – Leider eine extrem schwere Frage. Dass wenige das Amt des Schiedsrichters übernehmen möchten, denke ich, liegt an dem fehlenden Stellenwert. Die Beleidigungen die von der Tribüne kommen sind von Spielern, Trainern, Betreuern, Schiedsrichterkollegen, aber vor allem von Fans, welche aus fehlendem Respekt dem Amt gegenüber resultiert. Dies macht es extrem schwer Jugendliche dazu zu begeistern, das Amt des Schiedsrichters zu übernehmen. Zudem ist es, durch den Schiedsrichtermangel, extrem Zeitaufwendig geworden. Aber das Schiedsrichteramt sollte in meinen Augen von den Vereinen, Bezirken und Verbänden noch mehr gefördert werden. Es sollte viel mehr Werbung dafür generiert werden. Als Schiedsrichter entwickelt man sich persönlich weiter, sammelt viel Erfahrung, lernt viele Menschen kennen. Auch Ihr als Eltern und Großeltern, Tante, Onkel, Cousin, Cousine oder auch als Geschwister könnt das Amt als Schiedsrichter unterstützen. Und nun eine Frage an die Eltern: Könnt Ihr euch vorstellen das Ihre Tochter oder Ihr Sohn in dem besten Hobby auch eine Spielleitung als Schiedsrichter übernimmt?

Steckbrief Schiedsrichter – René Schauer

Name? 

René Schauer

Seit wann pfeifst du schon? 

Seit der Saison 2013/2014

Warum bist du Schiedsrichter geworden?  

Ich wollte eine „andere Perspektive“ auf das Spiel kennenlernen und gleichzeitig die SHG unterstützen.

Welche Spielklasse pfeifst du? 

Mein Gespannpartner und ich pfeifen zurzeit in der Landesliga des HHV.

Was war dein Highlight als Schiedsrichter? 

Mein Highlight war die Teilnahme am Ländervergleichsturnier. Dort war alles schon echt professionell und als Trainer saß der Weltmeister Christian Schwarzer auf der Bank.

Hast du ein Vorbild? 

Als Kind und Jugendlicher war mein sportliches Vorbild immer Lars Christiansen. 

Was denkst du, kann man gegen den Schiedsrichtermangel machen?

Man sollte den Einstieg für junge Schiedsrichter attraktiver gestalten und aktiver dafür werben. Zusätzlich sollten die erfahreneren Schiedsrichter die neuen Kollegen unterstützen, somit könnte man eine längerfristige Bindung zur Schiedsrichterei bewirken.

Steckbrief Schiedsrichter – Leon Schulz

Name? – Leon Schulz

Seit wann pfeifst du schon? – seit 2015

Warum bist du Schiedsrichter geworden? – der Handballsport hat mir schon immer große Freude bereitet. Als damals die Frage aufkam, wer Interesse an einer Schiedsrichterausbildung hat, konnte ich direkt dafür begeistert werden. Heute brenne ich noch viel mehr für das Schiedsrichteramt. 

Welche Spielklasse pfeifst du? – Landesliga

Was war dein Highlight als Schiedsrichter? – es gab bisher viele Highlights, eins davon war zum Bespiel der Aufstieg in den HHV

Hast du ein Vorbild? – das Gespann Schulze/ Tönnies, auf Grund ihrer nationalen und internationalen Leistungen in der Bundesliga, EHF und auch Olympia

Was denkst du, kann man gegen den Schiedsrichtermangel machen? – das ist eine schwierige Frage, da das Interesse ehrenamtliche Tätigkeiten auszuüben immer mehr nachlässt. Allerdings habe ich persönlich gemerkt, dass ich mich dank der Schiedsrichtertätigkeit stark weiterentwickeln konnte und diese heute auch noch mache. Für einige Personen ist es vielleicht interessant, dass das Schiedsrichteramt vergütet wird. Diese sollte allerdings nicht im Vordergrund stehen, denn Jeder sollte sich ehrenamtlich in einem Verein einbringen und engagieren. Wer also Verantwortung übernehmen, sich persönlich weiterentwickeln und viele neue Erfahrungen sammeln möchte, für den ist das Amt als Schiedsrichter genau das Richtige. 

Steckbrief Schiedsrichter – Daniel Adam

Name?

Daniel Adam

Seit wann pfeifst du schon?

2013

Warum bist du Schiedsrichter geworden? 

Wegen meines Bruders. Er hat seinen Schein 2012 gemacht. Da lag es nahe, nachzuziehen und gemeinsam auf der Platte zu stehen.

Welche Spielklasse pfeifst du?

DHB 3. Liga

Was war dein Highlight als Schiedsrichter?

Jedes Spiel ist eigentlich ein Highlight. Simon und ich planen und verbringen den Tag zusammen. Wir hören im Auto laut Musik oder haben Zeit zum Quatschen. Wir haben unsere gewohnten, witzigen Routinen bei der Spielvorbereitung und gehen dann auf der Platte durch Dick und Dünn. Wenn man dennoch ein einzelnes Erlebnis rauspicken sollte, dann das sicherlich schon medial weit verbreitete Spiel Pohlheim gegen Offenbach, in dem es zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen zwei Spielern kam, und wir wirklich hart eingreifen mussten. Das Video mit der Rudelbildung schauen wir uns gerne immer wieder mal an.

Hast du ein Vorbild?

Schulze/Tönnies leisten seit Jahren national und international sehr gute Arbeit auf höchstem Niveau. Da wollen wir auch hin.

Was denkst du, kann man gegen den Schiedsrichtermangel machen? 

Man muss eigentlich viel häufiger darüber informieren, wie cool es ist, Schiedsrichter zu sein. Man wächst sehr stark an der Sache und entwickelt Persönlichkeit. Gerade der Umstand, dass man Fehler macht und sie sich eingesteht, im Anschluss aber natürlich daran arbeitet, besser zu werden, ist eine wichtige Sache, die man als Schiedsrichter lernt. Denn ein perfektes Spiel gibt es nicht. Für junge Handballspielerinnen und Handballspieler empfehle ich: versucht mal ein Abschlussspiel im Training zu leiten. Das ist ein guter Einstieg. Und wenn man dann Gefallen daran findet, kann man überlegen, das auch offiziell zu machen. Bei der SHG erhält man bei den ersten Schritten zum Schiedsrichterschein viel Unterstützung.

Steckbrief Schiedsrichter – Simon Adam

Name?

Simon Adam

Seit wann pfeifst du schon?

2012

Warum bist du Schiedsrichter geworden? 

Aus meinem allgemeinen Interesse am Handballsport und um mal den Perspektivwechsel zum eigenen Spielerdasein zu erleben.

Welche Spielklasse pfeifst du?

DHB 3. Liga

Was war dein Highlight als Schiedsrichter?

Mein absolutes Highlight war, dass ich zusammen mit meinem Bruder im Sommer 2021 ein Testspiel der MT Melsungen gegen Leipzig pfeifen durfte. Ich war schon häufiger davor in der Rothenbach-Halle, allerdings immer nur als Zuschauer. Auf einmal parkt man auf dem Parkplatz neben den Spielern, nutzt die Schiedsrichterkabine wie die Kollegen aus der 1. Liga und steht neben den Spielern auf der Platte. Da kam ich aus dem Grinsen gar nicht mehr raus.

Hast du ein Vorbild?

Auf jeden Fall. Dabei richte ich meinen Blick ganz nach oben. Das Gespann Schulze/Tönnies habe ich dabei im Auge. Es wäre ein Traum, einmal auf dem Niveau zu sein wie die beiden.

Was denkst du, kann man gegen den Schiedsrichtermangel machen? 

Ich bin der Meinung, dass viel mehr über den Job informiert werden muss. Gleichzeitig sollte sich der Umgang gerade mit jüngeren Kolleginnen und Kollegen ändern. Hier wäre ein kollegialeres Miteinander gerade nach Abpfiff wünschenswert. Oftmals fehlt hier von Seiten der MVs die Professionalität, sich nach dem Spiel differenziert mit allen Akteuren zu unterhalten.