Spielbericht mJA – HSG Lohfelden/Vollmarshausen – SHG Hofgeismar/Grebenstein 27:30 (13:14)

Mit einem echten Minikader trat die SHG auswärts in Heiligenrode an – beim Anwurf saßen lediglich ein Torwart und drei Trainer auf der Bank. Doch die Mannschaft zeigte von Beginn an Moral und überraschte die Gastgeber mit einer starken und geschlossenen Leistung.

Die SHG erwischte den besseren Start und ging direkt mit dem ersten Angriff in Führung, die bis zum Schlusspfiff nicht mehr abgegeben wurde. Nach rund zehn Minuten traf wichtige Verstärkung ein: Benny Möckel und David Kepper kamen direkt vom B-Jugend-Heimspiel hinzu und sollten später noch eine entscheidende Rolle spielen.

Im Angriff überzeugte die SHG mit variablen Auslösehandlungen und Übergängen ins 4-2, sowohl über die Außen als auch aus dem Rückraum. Die Gastgeber fanden kaum Mittel gegen das bewegliche Angriffsspiel. Immer wieder wurde auch „der kleine rote Traktor“ Holzhütter am Kreis in Szene gesetzt.

Lohfelden setzte offensiv häufig auf die schnelle Mitte und individuelle Aktionen, ließ jedoch viele gute Chancen liegen – nicht zuletzt, weil Simeon Bergau im Tor über 60 Minuten eine herausragende Leistung zeigte. So ging die SHG mit einer knappen 14:13-Führung in die Halbzeit.

Für die zweite Hälfte war die Marschrichtung klar: geduldig bleiben im Angriff und defensiv die spielstarke, seniorenerfahrene Nummer 2 der Gastgeber früher attackieren. Das setzte die Mannschaft über weite Strecken hervorragend um. Mehrere Ballgewinne konnten direkt in Tore umgemünzt werden – hier zeigten Erik Fiege und Kjell Rudolph enorme Willensstärke.

Auch im Positionsangriff fand das Team weiterhin Lücken aus den Auslösehandlungen, während Lohfelden lediglich einmal zum 22:22-Ausgleich kam. In der entscheidenden Phase waren es dann ausgerechnet die beiden B-Jugendlichen Möckel und Kepper, die mit wichtigen Treffern und starkem Deckungsverhalten Akzente setzten. Selbst eine offene Deckung der Gastgeber brachte die SHG nicht mehr aus dem Konzept.

Mehrere 7-Meter-reife Fouls blieben ungeahndet, wovon besonders Mika Krüger und Calle Schwarz betroffen waren. Dennoch ließ sich die Mannschaft nicht aus der Ruhe bringen.

Trotz des Fehlens von Jupp Strauß, Luis Kepper, John Matumbo Winkler, Sean von Juterczenka und Jannis Müller belohnte sich das Team am Ende verdient mit einem 30:27-Auswärtssieg – nach 60 Minuten Kampf, Leidenschaft und Spielwitz.

Es spielten:

Bergau, Reiter (Tor)

Fiege, Rudolph, David Kepper, Möckel, Krüger, Holzhütter, Scherp, Schwarz